SteinbacherConsult Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG
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Energie

Der fortschreitende Klimawandel, die Endlichkeit fossiler Brennstoffe, der steigende Energiehunger und der damit verbundene Preisanstieg für die Versorgung mit Strom und Wärme machen eine grundlegende Veränderung im Umgang mit Energie unumgänglich.
Die Reaktorkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima mit dem daraus resultierenden Atomausstieg, Umweltkatastrophen wie der Ölunfall der Bohrinsel „Deep Water Horizon“, die Zunahme von Klimakatastrophen (Tsunamis, Wirbelstürme, Überschwemmungen etc.), welche auf den anthropogen verursachten Klimawandel zurückgeführt werden und viele weitere Gründe erfordern den Umstieg von fossilen Energieträgern auf nachhaltig erzeugte Erneuerbare Energien. Zudem verbleiben durch die Nutzung Erneuerbarer Energien Gelder in Milliardenhöhe, die bislang für den Import von Öl, Gas und Uran ins Ausland geflossen sind. Sie helfen den Kommunen (regionale Wertschöpfung), neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Noch wichtiger als die Nutzung Regenerativer Energien ist jedoch die Energieeinsparung und Effizienzsteigerung, denn am saubersten, am sichersten und am günstigsten ist jene Energie, die gar nicht erst benötigt wird.

Energienutzungsplan - Energiekonzept

Von der Europäischen Union über den Bund bis hin zum Freistaat Bayern werden ganzheitliche Energiekonzepte erarbeitet und daraus Ziele und Maßnahmen für die zukünftige Energieversorgung abgeleitet. Aber vor allem auf kommunaler Ebene ist es wichtig, Ansätze für den Vollzug der Energiewende zu erarbeiten. Mit Hilfe eines Energienutzungsplans können Kommunen Entscheidungen bzgl. der zukünftigen Energieversorgung treffen und einen möglichst schnellen und koordinierten Umstieg auf Erneuerbare Energien ermöglichen und vorantreiben.

Energieanalysen - Energieoptimierung

Auf das Konto einer Kläranlage gehen bis zu 20 % des Stromverbrauchs einer Kommune. Abgesehen von den CO2-Emissionen sind damit erhebliche Kosten verbunden. Aus diesem Grund wird in Zukunft neben der Reinigungsleistung insbesondere die Energieeffizienz eine entscheidende Rolle spielen. Dies betrifft auch die gesamten Kanal- und Wasserleitungsnetze. Optimierungspotential ist in vielfältiger Weise vorhanden.

Wärmenetze

Ein Wärmenetz dient der Versorgung von Gebäuden mit Heizung und Warmwasser, indem die Wärme in isolierten Rohrleitungen vom Erzeuger zum Verbraucher geleitet wird.
Über den Vorlauf wird heißes Wasser zum Verbraucher transportiert. Dort wird dem Wasser über Wärmetauscher Wärme entzogen. Über den Rücklauf fließt das abgekühlte Wasser zurück zum Wärmeerzeuger und wird erneut erhitzt. Das Wärmenetz stellt somit einen geschlossenen Kreislauf dar.

Die Versorgung erfolgt meist durch Abwärme von Biogasanlagen oder Industriebetrieben, Kraftwärmekopplung (KWK) oder erneuerbare Energien (Biomasse, Geothermie, Solarthermie).

Die Vorteile von Wärmenetzen bestehen darin, dass die Wärmegestehungskosten meist deutlich geringer als bei Einzellösungen sind und keine eigene Heizanlage mehr betrieben werden muss (dadurch keine Wartung/Unterhalt, Platzgewinn etc.). Zudem werden in Wärmenetzen die lokal vorhandenen Potentiale (Abwärme, Biomasse, Geothermie, Solarthermie etc.) genutzt, was letztlich zur Entlastung der Umwelt, der Steigerung der lokalen Wertschöpfung sowie der Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten und damit verbundenen Energiepreissteigerungen führt.

Energieberatung - Energieausweise

Steigende Energiepreise und der Klimawandel regen zu einem bewussten Umgang mit der Energie an. Der Energieverbrauch von Wohngebäuden und öffentlichen Gebäuden kann durch energetische Sanierungsmaßnahmen stark gesenkt werden. Ein Hilfsmittel ist hier die Energieeffizienzuntersuchung und die Erstellung von Energieausweisen. Unsere Energieberater erfassen vor Ort alle Daten an den Gebäuden und technischen Anlagenteilen, berechnen nach DIN V18599 den Energiebedarf und erarbeiten Sanierungsvorschläge.

Biogas-/Biomasseanlagen

Als großer Vorteil der Biogaserzeugung gilt insbesondere deren Transport- und Lagerfähigkeit. Strom wird in Biogasanlagen unabhängig von Witterungsbedingungen (Wind, Sonne) kontinuierlich produziert und gilt damit als grundlastfähig. Zudem kann die in der Biomasse gebundene Solarenergie „gespeichert“ und der Verbrauch stets an den derzeitigen Bedarf angepasst werden. Durch in das öffentliche Gasnetz eingespeistes Biogas können somit zuverlässig Spitzenlasten bedient werden.
Holz bekommt als ständig nachwachsender, regenerativer Energieträger im Zuge der zukünftigen Energieversorgung insbesondere im ländlichen Raum eine wesentliche Rolle. Neben dezentralen Pellet-, Hackschnitzel- oder Scheitholzheizungen für einzelne Gebäude werden immer häufiger Wärmenetze auf Basis von Biomasseheizwerken realisiert. In Biomasseheizkraftwerken oder Holzvergaseranlagen wird neben Wärme zudem höherwertigere Energie in Form von Strom produziert.

Wasserkraft

Ziel in Bayern ist es, bis 2020 die Erhöhung des Energieanteils der Wasserkraft von derzeit 16 % auf 30 % auszubauen. Dafür müssen bestehende Wasserkraftanlagen optimiert und ungenutzte Wasserkraftpotentiale aktiviert werden. Europaweit sind bislang 60 % des Gesamtwasserkraftpotentials noch ungenutzt. Vorteile der Wasserkraft gegenüber anderen Regenerativen Energien sind die Grundlastfähigkeit, die hohe Lebensdauer und geringe Wartung, die Umweltverträglichkeit und die sehr hohen Wirkungsgrade. Wir bieten Ihnen innovative und qualifizierte Beratung zu Ihrem Wasserkraftvorhaben.

Abwasserwärmerückgewinnung

Die Wärmerückgewinnung aus Abwasser gewinnt in Deutschland als alternative Energiequelle mehr und mehr an Bedeutung. Abwasser ist eine kostenlose, kontinuierlich zur Verfügung stehende Wärmequelle mit einem relativ hohen Temperaturniveau. Das Potential, welches unter unseren Straßen schlummert ist enorm: Rund 10 % aller Gebäude in Deutschland können durch Abwasserwärme beheizt werden. Das Nahwärmenetz Kanal ist keine Illusion!

Klärschlammtrocknung

Die Entsorgung des Klärschlammes ist seit langem Gegenstand von Diskussionen.  Der bisherige Hauptentsorgungsweg, die landwirtschaftliche Ausbringung, steht aufgrund der Belastungen mit Schwermetallen, Arzneimittelrückständen etc. in der Kritik. Die sonstige stoffliche Verwertung im Landschaftsbau ist aufgrund der im Klärschlamm enthaltenen Vielfalt an Schadstoffen langfristig ebenfalls keine Lösung und die Deponierung ist seit 1.6.2005 verboten. Im Zuge einer nachhaltigen Energieversorgung kann Klärschlamm aber als sekundärer Brennstoff zur CO2-neutralen Energieversorgung beitragen.

Solardachkataster

Mithilfe eines Solardachkatasters werden die Potentiale an Solarenergie sichtbar gemacht und für jeden einzelnen Bürger aufbereitet. Einfluss auf das jeweilige Solarpotential haben neben der Ausrichtung und Dachneigung insbesondere Verschattungseffekte durch Dachgauben oder Nachbargebäude.
Durch Airborne-Laser-Scanning werden die entsprechenden Dachlandschaften dreidimensional erfasst und durch Simulationen die jeweiligen Potentiale in einem äußerst hohen Detaillierungsgrad ermittelt und dargestellt.

Thermografieatlas

Der Energieeinsparung kommt in der zukünftigen Energieversorgung die mit Abstand wichtigste Rolle zu. Doch welche Einsparpotentiale gibt es in einer Gemeinde bzw. wo sind die größten Einsparpotentiale?
Um diese Fragen beantworten zu können, befliegen wir ganze Gemeindegebiete mit Infrarot-Kameras und erstellen Thermo-Atlanten. So können die Einsparpotentiale sichtbar gemacht und Handlungsempfehlungen und –schwerpunkte definiert werden.

Solarenergie

Die jährlich auf Deutschland auftreffende Solarstrahlung enthält ca. die 80-fache Energiemenge des gesamten deutschen Energieverbrauchs. Derzeit wird diese Energie vornehmlich in Form von Photovoltaik zur Stromerzeugung sowie über Solaranlagen zur Warmwasserversorgung und/oder Heizungsunterstützung genutzt. Auch wenn kaum ein Dach optimal geneigt bzw. ausgerichtet ist, sind die allermeisten Dächer bzw. Gebäude für die solare Nutzung geeignet.

Windenergie

Der bayerische Stromverbrauch soll bis in 10 Jahren mit bis zu 10 % von Windkraftanlagen gedeckt werden. Hierzu ist der Bau von 1.000 bis 1.500 neuer Windräder nötig. Von ganz entscheidender Bedeutung bei der Windkraftnutzung ist der richtige Standort. So müssen neben den Windbedingungen am geplanten Standort insbesondere die resultierenden Umweltauswirkungen beachtet werden. Aus diesem Grund sind bei der Ausweisung entsprechender Flächen bzw. der Planung und Genehmigung vor allem der Immissionsschutz sowie der Natur- und Landschaftsschutz zu beachten.